Was ist L-Citrullin?
L-Citrullin ist eine nicht proteinogene α-Aminosäure und ein Zwischenprodukt des Harnstoffzyklus. Anders als die meisten Aminosäuren dieser Batch wird Citrullin nicht direkt in körpereigene Proteine eingebaut.
Struktur & Einordnung

L-Citrullin gehört chemisch zu den α-Aminosäuren. Für die ernährungswissenschaftliche Einordnung sind vor allem die Seitenkette, die Frage nach der Proteinogenität und die Einteilung als essenziell, nicht essenziell oder bedingt essenziell relevant.
wurde nach Citrullus, der botanischen Gattung der Wassermelone, benannt.
Biochemischer Kontext

Citrullin entsteht unter anderem im Harnstoffzyklus und kann im Körper weiter zu Arginin umgesetzt werden. Es fällt außerdem bei der Reaktion der Stickstoffmonoxid-Synthasen an. Diese Zusammenhänge dienen der biochemischen Einordnung.
Welche Lebensmittel enthalten L-Citrullin?

Typische Quellen sind besonders Wassermelone; kleinere Mengen in weiteren Kürbisgewächsen. Der tatsächliche Gehalt hängt vom Lebensmittel, seinem Proteingehalt und der Zusammensetzung der enthaltenen Proteine ab.
Wissenschaftliche Einordnung

Bei Aminosäuren ist zwischen biochemischer Funktion, Ernährungsbedarf und gesundheitsbezogenen Werbeaussagen zu unterscheiden. Die Einordnung als essenziell oder nicht essenziell beschreibt, ob der menschliche Körper die Aminosäure in ausreichender Menge selbst bilden kann; sie ist für sich allein keine Health Claim-Aussage.
Gesundheitsbezogene Aussagen über Lebensmittel unterliegen in der EU festen gesetzlichen Vorgaben. Deshalb konzentriert sich diese Seite auf Struktur, Einordnung, Lebensmittelquellen und wissenschaftlichen Kontext – ohne nicht zugelassene Wirkversprechen.
Quellen & weiterführende Informationen
- PubChem – L-Citrulline
Chemische Struktur, Synonyme, Summenformel und grundlegende Stoffidentität.
- WHO/FAO/UNU – Protein and amino acid requirements in human nutrition (TRS 935)
Referenz zur ernährungswissenschaftlichen Einordnung essenzieller Aminosäuren und zum Aminosäurebedarf.
- Europäische Kommission – EU Register of Nutrition and Health Claims
Offizielle Referenz für zugelassene und nicht zugelassene gesundheitsbezogene Angaben in der EU.
Häufige Fragen
Was ist L-Citrullin?
L-Citrullin ist eine nicht proteinogene α-Aminosäure und ein Zwischenprodukt des Harnstoffzyklus. Anders als die meisten Aminosäuren dieser Batch wird Citrullin nicht direkt in körpereigene Proteine eingebaut.
Ist L-Citrullin essenziell?
Nein. Der Körper kann sie selbst bilden beziehungsweise sie entsteht in körpereigenen Stoffwechselwegen.
Ist L-Citrullin proteinogen?
Nein. L-Citrullin wird nicht direkt als Baustein in Proteine eingebaut und gilt daher als nicht proteinogen.
Welche Lebensmittel enthalten L-Citrullin?
Typische Quellen sind besonders Wassermelone; kleinere Mengen in weiteren Kürbisgewächsen.
Was ist bei Aussagen zu L-Citrullin wichtig?
Biochemische Eigenschaften und ernährungswissenschaftliche Einordnungen sind nicht automatisch gesundheitsbezogene Werbeaussagen. Für Lebensmittel dürfen in der EU nur Claims verwendet werden, die die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.
Wie unterscheiden sich essenzielle, nicht essenzielle und verzweigtkettige Aminosäuren?
Proteinogene und nicht proteinogene Aminosäuren, BCAA und Lebensmittelquellen einfach erklärt.
Essenziell, nicht essenziell oder bedingt essenziell?
Essenzielle Aminosäuren müssen über die Ernährung zugeführt werden. Nicht essenzielle Aminosäuren kann der Körper selbst bilden; einige werden je nach Lebens- oder Belastungssituation als bedingt essenziell eingeordnet.
Proteinogen oder nicht proteinogen?
Proteinogene Aminosäuren werden beim Aufbau von Proteinen verwendet. Andere Aminosäuren wie Citrullin übernehmen Stoffwechselrollen, ohne direkt in Proteine eingebaut zu werden.
Was bedeutet BCAA?
BCAA steht für branched-chain amino acids. Leucin, Isoleucin und Valin gehören aufgrund ihrer verzweigten Seitenketten zu dieser chemisch definierten Gruppe.
Lebensmittel und wissenschaftliche Einordnung
Aminosäuren kommen vor allem als Bestandteile von Nahrungsproteinen vor. Welche Aminosäuren und Mengen ein Lebensmittel liefert, hängt von der Proteinquelle und ihrer Aminosäurezusammensetzung ab.